Wedding Planner

Zugegeben, das klingt im ersten Augenblick ein wenig unrealistisch, weil man Hochzeitsplaner oft nur aus dem Fernsehen kennt und sich da meist nur die Reichen und Schönen einen solchen Manager gönnen – aber wenn Sie Spaß daran haben, Dinge zu organisieren und ein Händchen für schöne Dekoration haben, können Sie es doch einmal als Wedding Planner probieren. Schließlich wollen sich immer mehr Brautpaare bei der Hochzeitsvorbereitung und an Ihrem schönsten Tag so wenig Stress wie möglich machen – und da kommen Sie ins Spiel.

Welche Voraussetzungen sollten Sie erfüllen? Der Wedding Planner ist kein Ausbildungsberuf, aber Sie sollten schon einige Jahre Erfahrung in einem Dienstleistungsbetrieb oder generell im Umgang mit Kunden haben. Zudem sollten Sie ein gepflegtes Erscheinungsbild haben, selbstbewusst auftreten, Flexibilität zeigen und in der Lage sein, bei Lieferanten einen guten Preis auszuhandeln. Sie sollen einerseits kreativ sein, aber andererseits auch das Hochzeitsbudget im Auge behalten. Und vor allem sollten Sie starke Nerven haben, wenn nicht alles wie am Schnürchen läuft – das gehört auch zum Leben.

Bevor Sie sich dazu entschließen, es als Wedding Planner zu versuchen, überlegen Sie sich gründlich, ob Sie sich diesen verantwortungsvollen Posten zutrauen. Denn alles steht und fällt mit Ihrer Kompetenz, denn Sie sind der Koordinator dieser Veranstaltung. Sie müssen eine Menge organisieren, berechnen und einplanen. Denken Sie an Erfahrungen mit vorhergegangenen Festen zurück: hat da immer alles gut geklappt? Wenn Sie den Gedanken zunächst noch etwas sacken lassen wollen, suchen Sie sich doch im Freundes- oder Bekanntenkreis ein Fest oder Event, an dessen Planung Sie sich maßgeblich beteiligen, so können Sie erfahren, ob das generell Ihr Ding ist. Manche größere Wedding Planner Agenturen bieten auch Praktika zum Reinschnuppern an.

Wie kommen Sie nun an Aufträge? Zunächst sollten Sie in der Nähe Ihres Wohnortes starten, schließlich kennen Sie hier die Infrastruktur am besten und wissen, wo man was bestellt (Catering, Musik, Floristik, Deko etc.). Zudem ist Ihr Anfahrtsweg zur Kundschaft und zu den Hochzeitslocations nicht so weit (natürlich vorausgesetzt, dass diese in der Nähe sind). Schalten Sie Anzeigen in der Zeitung, gestalten Sie eine schöne eigene Website und machen Sie per Mundpropaganda auf sich aufmerksam.

Wenn Sie nun ein potentielles Kundenpaar haben, besprechen Sie zunächst die grobe Planung der Hochzeit. Schauen Sie, ob die Chemie stimmt und Sie ein gemeinsames Konzept oder eine Vision finden. Setzen Sie sich selbst auch nicht unter zu großen Druck und planen Sie am Anfang keine Hochzeiten, bei denen Ihr Zeitfenster zu klein ist. Sie müssen sich ja erst noch in die Materie einarbeiten. Nach dem ersten Treffen sollten Sie dem Brautpaar konkrete Pläne und Ihre Kostenaufstellung (die Sie nach den Angaben des Brautpaares ermittelt haben) zukommen lassen. Sie können als Honorar einen gewissen Prozentsatz der Gesamtdienstleisterrechnung aushandeln oder einen Fixpreis. Sie merken ja, welche Ausmaße die Hochzeit hat und wie hoch Sie dementsprechend Ihr Honorar ansetzen können.

Nach der Auftragsbestätigung geht dann die eigentliche Arbeit los: Location klarmachen, Einladungen verschicken, Catering und Blumenschmuck ordern, Rahmenprogramm und Gästeunterbringung organisieren etc. Machen Sie sich im Vorfeld eine Liste mit möglichen Lieferanten und stecken Sie deren Preise und Sortiment ab. Sie werden wahrscheinlich oft mit dem Brautpaar Rücksprache halten müssen, damit alles zu dessen Zufriedenheit geregelt wird. Wenn der Tag oder sogar das ganze Wochenende dann relativ reibungslos über die Bühne gegangen ist, werden Sie unheimlich stolz auf Ihre Leistung sein – und zwar mit Recht.