Umzugsunternehmer

Wenn Sie vor körperlicher Arbeit nicht zurückschrecken und gut organisieren können, sind das gute Voraussetzungen, um als Umzugsunternehmer Ihr Geld zu verdienen. Sie sollten im Vorfeld nur abklären, ob es sich in Ihrer Gegend lohnt, diese Dienstleistung anzubieten und wie weit Sie bereit sind, zu fahren (die Kosten müssen natürlich in einem günstigen Verhältnis zum Gewinn stehen).

Welche Voraussetzungen gibt es für diese Arbeit? Außer den oben genannten sollten Sie noch über ein Transportfahrzeug und einen dementspechenden Führerschein verfügen. Selbstverständlich kann diesen auch einer Ihrer Mitarbeiter besitzen, von denen Sie zu Beginn mindestens einen benötigen, denn viele Dinge können Sie alleine gar nicht tragen.

Wenn Sie selbst den Führerschein besitzen, macht Sie das unabhängiger von Ihren Mitarbeitern, deshalb wäre der Erwerb bei Nichtbesitz zu überlegen. Mit dem normalen PKW-Führerschein dürfen Sie je nach Modell (Grauer Lappen und rosa Führerschein) leichte Laster bis 7,5 t fahren  und sogar mit mehrachsigem Anhänger bis 12 t oder mit einachsigem Anhänger bis 18,5 t – ersteres dürfte für normale Umzüge schon reichen. Wenn Sie noch nie mit etwas Größerem als einem normalen PKW gefahren sind, sollten Sie auf jeden Fall das Fahren eines Lasters üben. Hierzu können Sie sich bei einer Fahrschule fitmachen und sehen, ob Ihnen das Fahren eines kleinen Lasters überhaupt liegt. Vielleicht bekommen Sie ja auch Lust, den Führerschein für einen größeren Brummi zu machen, wer weiß.

Natürlich brauchen Sie noch Spanngurte, Polstermaterial (Packdecken etc.) und Handschuhe – arbeitserleichternde Hilfsmittel wie Sackkarren, eine Rampe am Umzugsauto oder  ein Außenlift (wenn möglich und finanzierbar) sind ebenfalls anzuraten.

So viel zu den materiellen Voraussetzungen. Da Sie eine Dienstleistung anbieten, sollten Sie im Umgang mit Kunden versiert sein – dazu gehört, pünktlich zu erscheinen und korrekt, höflich und engagiert aufzutreten. Achten Sie bei der Wahl Ihrer Mitarbeiter darauf, dass diese ein ansprechendes Erscheinungsbild haben und ebenfalls höflich zur Kundschaft sind (eine einheitliche Arbeitskleidung kann da durchaus förderlich sein). Wenn Ihr Firmenwagen farblich auch dazupasst (ok, die Arbeitsbekleidung auf das Fahrzeug abstimmen ist wahrscheinlich effektiver) und mit Ihrem Firmenlogo versehen ist, macht das schon einiges her. Wenn Sie bei der Wahl Ihres Logos Hilfe brauchen, können Sie sich im Internet inspirieren lassen und sich dort auch selbst ein Logo erstellen oder erstellen lassen.

Ihr Umzugsfahrzeug sollte sowieso gepflegt aussehen, also möglichst keine Dellen oder rostige Stellen aufweisen und sauber sein. Deshalb ruhig ein bisschen mehr investieren, es lohnt sich. Der erste Eindruck zählt nun einmal und wenn potentielle Kunden Ihr ansprechendes Fahrzeug sehen, bleibt es in angenehmer Erinnerung. Außerdem soll das Fahrzeug ja auch nicht nach kürzester Zeit den Geist aufgeben, oder?

Um im Schadensfall abgesichert zu sein, müssen Sie eine Umzug-Transportversicherung abschließen. Zudem müssen Sie den Kunden über die Versicherung und die Haftung (620 €/ Kubikmeter Laderaum) aufklären.

Wenn es in Ihrer Region einige Mitbewerber gibt, dann sollten Sie versuchen, diese über spezielle Serviceleistungen auszubooten. Diese könnten darin bestehen, dass Sie z.B. auch einen Entrümpelungsservice oder einen Auf- und Abbauservice anbieten. Seien Sie kreativ!

Machen Sie vor allem keine leeren Versprechungen wie zum Beispiel Terminvorgaben, die Sie nicht einhalten können. Denn so kommen wahrscheinlich sowohl Sie als auch der Kunde in Bedrängnis und das ist keine gute Reklame. Seien Sie in solchen Dingen absolut ehrlich und suchen Sie keine Ausflüchte. Ihr Ruf wird es Ihnen danken.