Reinigungskraft

Zwei der Vorteile an der Arbeit als Reinigungskraft sind, dass man keine Berufsausbildung braucht und es immer Jobs in der näheren Umgebung und zu passenden Zeiten gibt und auch in Zukunft geben wird.

Erfahrung in diesem Bereich ist zwar nie verkehrt, aber nicht immer zwingend erforderlich. Wenn Sie möchten, können Sie auch eine dreijährige Ausbildung zum Gebäudereiniger absolvieren, denn dadurch erweitern Sie Ihre Möglichkeiten enorm.

Es gibt vielfältige Einsatzmöglichkeiten auf dem Reinigungssektor: angefangen von öffentlichen Gebäuden wie Schulen oder Büros über Fabriken, Firmen und Praxen bis zu Privathaushalten. Bedingt durch die Einsatzorte sind die Arbeitszeiten oft ungewöhnlich, also frühmorgens, spätabends und sogar nachts. Manchmal muss man auch am Wochenende und an Feiertagen arbeiten.

Öffentliche Gebäude werden oft von Firmen bedient, weil der Arbeitsaufwand meist so hoch ist, dass man das alleine gar nicht stemmen kann. Als Angestellter einer solchen Reinigungsfirma werden Sie meist im Team eingesetzt und können auf eine hohe Wochenarbeitszeit kommen – oft wird man auch als Leiharbeitnehmer vermittelt.

In den Privathaushalten sieht das schon wieder anders aus: hier arbeitet man normalerweise allein und oft eher in Eigenregie. Wenn Sie nicht gerade in einem riesigen Haus sauber machen, ist die Wochenarbeitszeit pro Haushalt nicht so hoch – oft zwischen 5 und 10 Stunden. Das hängt halt von den jeweiligen Gegebenheiten ab (Kinder und Haustiere verursachen erfahrungsgemäß schon ordentlich Schmutz und Unordnung). Durch diese geringe Stundenauslastung haben Sie die Möglichkeit, sich mehrere Jobs in Privathaushalten zu organisieren oder es einfach bei diesem einen Job zu belassen.

Zum Jobprofil ist zu sagen, dass bei dieser Arbeit keine hohen intellektuellen Anforderungen an Sie gestellt werden. Sie müssen nur zuverlässig, pünktlich, gründlich und körperlich belastbar sein – dass diese Tätigkeit körperlich sehr anstrengend sein kann, ist ja kein Geheimnis. Aber mit der Zeit gewöhnt sich Ihr Körper daran und Sie erlangen mehr Routine. Denken Sie daran, rückenschonend zu arbeiten und zwischendrin ein paar Ausgleichsbewegungen zu machen. Wenn Sie dann auch noch etwas Sport wie zum Beispiel Schwimmen oder Laufen betreiben, dürfte die Belastung für Ihren Körper nicht ganz so hoch sein. Manchmal sind die Arbeitsbedingungen nicht so schön (z. B. stark verschmutzte Toiletten), manchmal ist der Job aber auch relativ leicht (z. B. Möbel entstauben).

Der Verdienst unterliegt den üblichen Schwankungen, weil er von mehreren Faktoren wie Arbeitgeber, Örtlichkeit und Art der Anstellung abhängt. Zum Beispiel beträgt der tarifliche Mindestlohn für Gebäudereiniger seit dem 01.01.13 9,00 € in Westdeutschland und 7,56 € in Ostdeutschland. Privat liegen die Löhne so zwischen 8 und 15 Euro pro Stunde – wenn Sie eine nette alte Dame als Arbeitgeberin erwischen, können es auch einmal bis zu 20 Euro pro Stunde sein.

Als Mitarbeiter/in einer Gebäudereinigungsfirma sind Sie entweder als Voll-/Teilzeitkraft oder auf 400-Euro-Basis angestellt. Wenn Sie das Ganze als selbständige Tätigkeit ausüben, müssen Sie ein Gewerbe anmelden und sich selbst um das Abführen der Steuern und um Ihre Krankenversicherung kümmern. Sie müssen halt abwägen, ob Sie lieber nur saubermachen oder sich auch um das Besorgen der Putzstellen und um die Terminplanung kümmern wollen.

Allgemein ist zu sagen, dass Sie im Privathaushalt meist mehr verdienen. Hier stehen Sie aber vor dem Problem, dass Sie eine Urlaubsvertretung organisieren müssen, wenn Sie einmal länger am Stück nicht da sind – sei es aus gesundheitlichen oder anderen Gründen wie zum Beispiel Urlaub. Zudem müssen Sie aufpassen, dass das Verhältnis zum Arbeitgeber nicht zu persönlich wird (um nicht ausgenutzt zu werden oder sich zu sehr zu engagieren).

Hier ein paar Links, wo Sie vielleicht stellentechnisch fündig werden könnten:

http://www.kimeta.de/stellenangebote-reinigungskraft

http://jobboerse.arbeitsagentur.de/

https://www.betreut.de/reinigungskraft-gesucht