Metalldetektor benutzen

Halten Sie sich gerne in der freien Natur auf und streunen mit Vorliebe durch Wald und Flur? Dann gibt es eine schöne Beschäftigung, mit der Sie sogar Geld verdienen können: als Sondengänger unterwegs sein.

Welche Qualifikationen brauchen Sie hierzu? Eigentlich gar keine – die Erfahrung kommt mit dem „Sondeln“. Sie müssen lediglich in der Lage sein, Ihren Metalldetektor zu benutzen und seine Signale zu deuten. Wenn Sie eine interessante Stelle ausfindig gemacht haben, einfach nach dem Verursacher des Signals graben und ihn bergen – soviel zunächst zum Ablauf.

Was müssen Sie vor der Benutzung eines Metalldetektors beachten? Zunächst brauchen Sie auf jeden Fall die Erlaubnis des Grundstückeigentümers und eine Grabungsgenehmigung einer unteren/oberen Denkmalschutzbehörde oder eines Landesdenkmalamts. Letztere erhalten Sie gegen eine kleine Gebühr. An Ausrüstung sollten Sie neben dem Metalldetektor eine Hacke, eine Taschenlampe und eventuell ein Sieb parat haben. Auch gutes Schuhwerk, angemessene Kleidung und bei Bedarf Proviant gehören selbstverständlich dazu.

Wo fangen Sie am besten mit Ihrer Suche an? Zunächst sollten Sie mit geeigneten metallischen Gegenständen die Signale Ihres Metalldetektors besser verstehen lernen. Hierzu können Sie die Gegenstände in die Nähe des Detektors halten oder sie auch im Garten verbuddeln (oder verbuddeln lassen, dann müssen Sie sich mehr ins Zeug legen). Üben Sie, den Detektor kurz über dem Boden sichelförmig vor sich hin- und herzuschwingen, ohne Bodenflächen auszulassen (überlappend schwingen). Am Anfang ist das sicher ungewohnt und Sie bekommen vielleicht sogar einen Muskelkater, aber Sie werden sich schon dran gewöhnen – Übung macht ja bekanntlich den Meister.

Wie geht es jetzt weiter? Nachdem Sie zuhause ein wenig mit dem Detektor geübt haben, können Sie Ihre erste Wald- und Wiesentour starten. Wählen Sie zu Beginn eine bekannte Strecke oder ein vertrautes Gebiet, um sich nicht zu verlaufen. Die Faszination des Sondelns kann einen schon mal die Umgebung vergessen lassen. Und jetzt losgeschwungen und die Gegend abgesucht.

Falls Sie im Wald Ihr Glück versuchen, sollten Sie auf alte Trassen achten, denn auf diesen alten Wegen könnten natürlich noch kleine Kostbarkeiten auf Sie warten. Falls Sie interessante Münzen finden, reiben Sie die anhaftende Erde nicht ab, sondern säubern Sie die Münzen zuhause vorsichtig, indem Sie sie einzeln in destilliertes Wasser, heißes Seifenwasser oder Olivenöl einlegen. Sie können auch ein entsprechendes Münzreinigungsmittel verwenden (wenn Sie sich unsicher sind, ob es sich um antike Münzen handelt, geben Sie sie am besten im verschmutzten Zustand ab – sicher ist sicher). Andere gefundene Gegenstände sollten Sie ebenfalls mit der gebotenen Sorgfalt behandeln.

Was geschieht denn jetzt mit Ihren Fundstücken? Das variiert von Bundesland zu Bundesland. Je nachdem, wie wertvoll Ihr Fund ist, werden alle Bundesländer außer Bayern die Fundstücke wahrscheinlich für sich beanspruchen (sogenanntes Schatzregal). Ansonsten gilt meist, dass dem Finder die eine und dem Grundstücksbesitzer die andere Hälfte des Fundes gehört. Geben Sie einfach Ihre Fundstücke ab oder klären Sie im Vorfeld, welche Fundstücke Sie melden müssen und welche nicht.

Wegen des oben genannten Sachverhaltes können über den Verdienst als Sondler keine konkreten Angaben gemacht werden. Manche werden sich einfach an dem Hobby erfreuen können und manche verdienen ein bisschen mehr damit.

Also schnappen Sie sich Ihre Familie (es gibt auch ganz entzückende Metalldetektoren für Kinder) oder andere Verwandte oder Bekannte – wahlweise können Sie natürlich auch allein gehen – und nehmen Sie sie mit auf Schatzsuche.