Massage – und Wellnesstherapeut

Wenn Sie gut massieren können und anderen Menschen damit Gutes tun möchten, können Sie das beruflich nutzen: bieten Sie Ihre Dienste doch als Massage- und Wellnesstherapeut in eigenen Räumen oder auf Hausbesuchen an.

Welche Voraussetzungen müssen Sie dafür mitbringen? Um andere gesunde Menschen zu massieren, ist keine Ausbildung nötig – im Gegensatz zur medizinischen Massage, diese darf nur von Masseuren oder Physiotherapeuten durchgeführt werden. Daher ist es besonders wichtig, dass klar erkennbar ist, dass Sie keinen dieser Berufe gelernt haben (wenn dem denn so ist), ansonsten machen Sie sich strafbar. Sie sollten schon einige Erfahrung im Massagebereich haben, also schon etliche Menschen zu deren Zufriedenheit massiert haben. Sie können einen Massagekurs belegen, um Ihre Kenntnisse zu vervollständigen und sich mit anderen Therapeuten auszutauschen. Unter gewissen Voraussetzungen kann der Kurs sogar vollständig oder anteilig von staatlichen Stellen bezahlt werden, erkundigen Sie sich doch bei Ihrem zuständigen Amt (mehr als Nein sagen können die Sachbearbeiter doch auch nicht, oder?). Ansonsten sollte Ihnen der Umgang mit anderen Menschen Spaß machen und Sie sollten dem Kunden ein gutes Gefühl vermitteln.

Wenn Sie sich diesen Beruf zutrauen, stellt sich als nächstes die Frage, ob Sie die Massage in eigenen Räumen oder auf Hausbesuchen anbieten wollen – oder als Kombination von beidem. Der Vorteil von eigenen Räumlichkeiten besteht darin, dass Sie direkt an einer guten Massagebank arbeiten können (rückenschonend), keine Zeit und keinen Sprit für die Fahrt zum Kunden verschwenden müssen und während eventueller Leerlaufzeiten Ihren Bürokram erledigen können. Zudem wecken Sie vielleicht das Interesse von vorübergehenden Passanten, die sich dann eventuell von Ihnen eine entspannende Massage geben lassen wollen – oder sich einen Geschenkgutschein mitnehmen. Der Vorteil von Hausbesuchen ist, dass Sie keine Ladenmiete samt Nebenkosten zahlen müssen und Sie eine Kundschaft erreichen, die sonst keine Möglichkeit hat, Ihre Dienstleistung in Anspruch zu nehmen (sei es Alter, fehlende Infrastruktur etc.). Manche Menschen wollen sich auch einfach den Luxus gönnen, sich nach einer entspannenden Massage auszuruhen ohne danach noch einen stressigen Heimweg vor sich zu haben.

Bei der Wahl Ihrer Räumlichkeiten sollten Sie darauf achten, dass Ihr Laden von vielen Passanten gesehen werden kann. Parkmöglichkeiten oder zumindest gute Busverbindungen sollten auch vorhanden sein – wobei ein Laden mitten in der Fußgängerzone auch nicht zu verachten ist. Vertrauen Sie auf Ihren guten Menschenverstand, stellen Sie sich vor, dass Sie als Passant an der Auslage oder an dem Gebäude vorbeigehen. Observieren Sie auch ruhig eine Weile den Passantenstrom und die Klientel, die vorbeiläuft. Denken Sie daran, dass mindestens eine Toilette und Waschgelegenheit vorhanden sein müssen. Besorgen Sie sich eine gute Massagebank, ein oder zwei Stühle für den Wartebereich und eine kleine Anmeldung. Ihre Preisvorstellungen und Ihr Angebot sollten Sie den örtlichen Gegebenheiten anpassen, um wettbewerbsfähig zu sein.

Vergessen Sie nicht, beim Gewerbeamt einen Gewerbeschein zu beantragen, bevor Sie mit Ihrer Arbeit beginnen. Wenn Sie das Massieren hauptberuflich betreiben, müssen Sie sich zusätzlich noch um Ihre Krankenversicherung kümmern. Falls Sie am Anfang noch Bezüge vom Staat erhalten, sind Sie zum Glück darüber versichert.

Nun gilt es, kräftig die Werbetrommel zu rühren: laden Sie zur Eröffnung ein, bieten Sie Eröffnungsschnäppchen, inserieren Sie in der Zeitung und kreieren Sie eine eigene Webpräsenz. Machen Sie bei Werbeanzeigen gleich klar, dass es sich nicht um zweideutige Massagetechniken handelt, dann kommen auch keine Missverständnisse auf. Mit etwas Glück läuft der Laden schon direkt gut an, ansonsten brauchen Sie ein gewisses Sitzfleisch und genügend Rücklagen. Wenn Sie eine gute Arbeit leisten, werden Sie sich durch Mundpropaganda und Stammgäste bald nicht mehr vor Aufträgen retten können.