Flohmarkt

Haben Sie noch jede Menge Krempel zuhause rumstehen und wissen nicht, wohin damit? Ein Flohmarkt ist da eine gute Gelegenheit, sich von diesem Ballast zu befreien und zusätzlich noch etwas Geld dafür zu bekommen.

Wie fangen Sie das nun am besten an? Eine Möglichkeit wäre, systematisch Ihre Wohnung oder Ihr Haus nach überflüssigen Dingen abzusuchen. Manche Menschen leben nach der Faustregel: Was ich ein Jahr lang nicht in der Hand hatte, brauche ich auch nicht. So ähnlich könnten Sie die Sache auch angehen.

Sie könnten (sofern Sie einen haben) im Keller oder auf dem Speicher mit Ihrer Recherche beginnen. Oft finden sich Dinge, die man im Kaufrausch erstanden hat, weil sie neu und faszinierend waren, im Keller oder auf dem Speicher wieder, weil sie sich im alltäglichen Leben dann doch nicht als das entpuppt haben, was man sich davon erhofft oder erwartet hat (das schließt zum Beispiel Elektropfannen und Softeismaker mit ein). Holen Sie diese Dinge aus der Versenkung, entstauben Sie sie und überprüfen Sie die Funktionsfähigkeit. Wenn Sie den Kassenzettel noch haben, wäre das nicht schlecht, um zu dokumentieren, wie teuer das Gerät war und wann Sie es erworben haben. Wenn die Garantiezeit noch nicht abgelaufen ist, können Sie für das Gerät natürlich auch einen höheren Preis verlangen als ohne.

Kramen Sie mal ganz tief in Ihrer Porzellankiste: wollen Sie Omas gutes Geschirr oder die silbernen Kaffeeservice-Zubehörteile wirklich verwenden oder aufheben? Gerade Sammeltassen und antike Küchengerätschaften sind heißbegehrte Flohmarktartikel. Machen Sie sich vor allem bei Porzellan über den Wert schlau, gutes Geschirr hat auf der Unterseite einen Herkunftsstempel. So lässt sich leichter ausmachen, ob es aus einer bekannten Manufaktur stammt.

Nun zu „hübschen“ und „geschmackvollen“ Geschenken, mit denen man so gerne bedacht wird. Diese unnötigen Staubfänger haben auch ihre Liebhaber (zum Beispiel die Schenker, die wollten Sie ja nicht ärgern – hoffentlich). Also schnell bruchsicher in eine Kiste gepackt und weg mit dem Plunder. Dann nimmt das Gerümpel keinen Platz mehr weg und Sie können sich von dem Erlös etwas kaufen, das Ihnen wirklich gefällt.

Sehr beliebte Objekte sind Kinderspielzeuge, weil sie einen hohen ideellen aber auch materiellen Wert haben können. Gerade Metallautos oder bestimmte Figuren aus Plastik sind sehr begehrt. Machen Sie sich vorher über den verlangbaren Preis schlau, sonst ärgern Sie sich hinterher. Viele Käufer sind sehr ausgebufft und verraten Ihnen natürlich nicht, dass Sie da vielleicht ein Kleinod zum Schleuderpreis raushauen.

Nach dieser gründlichen Schatzsuche brauchen Sie jetzt natürlich noch einen entsprechenden Flohmarkt. Vielleicht kennen Sie schon einen oder mehrere, die in Ihrer Nähe stattfinden. Normalerweise  können Sie dort eine Standfläche mieten, der Preis wird pro laufendem Quadratmeter bezahlt – es wird auch oft zwischen Trödel und Neuware unterschieden. Klassischerweise bieten sich Tapeziertische zur Präsentation der Waren an (gibt es im Baumarkt zu kaufen oder auszuleihen). Auf manchen Flohmärkten können Sie Stände (auch mit Überdachung) mieten, dann brauchen Sie keine eigenen Tische mitbringen.

Packen Sie Ihren Trödel nach dem eventuellen Etikettieren gut und themensortiert ein, das erleichtert den Aufbau auf dem Flohmarkt. Falls Sie nicht alle Artikel einzeln beschriftet haben, können Sie auch Preislisten auslegen. Eine liebevolle Dekoration ist sicher verkaufsfördernder als das bloße Darbieten der Gegenstände.

Denken Sie im Vorfeld an alles, was Sie auf dem Flohmarkt benötigen: Sitzgelegenheiten, warme/kalte Getränke, Proviant, Verbandszeug, Sonnencreme u.ä. Dann sind Sie für alle Eventualitäten gerüstet.

Wenn Sie Dinge mit Gewinnabsicht verkaufen, müssen Sie sich im Vorfeld eine Reisegewerbekarte holen. Am besten fragen Sie bei Ihrem zuständigen Gewerbeamt nach und erklären die Sachlage.