Catering-Service

Lieben Sie gutes Essen und mögen Sie es auch, für viele Menschen zu kochen und Mahlzeiten kreativ und appetitlich herzurichten? Dann sollten Sie über eine Betätigung als Caterer nachdenken.

Zunächst zu den Voraussetzungen. Eine Ausbildung oder Erfahrung im gastronomischen Bereich ist sicherlich von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. Wichtig sind die Liebe zum Essen und die Fähigkeit, leckere Speisen ökonomisch zuzubereiten. Denn wenn es den Kunden nicht schmeckt oder Sie sich preislich verkalkulieren, ist die ganze Sache direkt zum Scheitern verurteilt. Doch soweit soll es ja erst gar nicht kommen. Dass Sie körperlich und geistig belastbar sein sollten, ist auch erwähnenswert. Schließlich kann bei Termingeschäften eine Menge Stress auf Sie zukommen.

Bevor Sie sich ernsthaft mit der Idee beschäftigen, ob Sie einen Catering-Service aufziehen wollen, beäugen Sie einmal ganz objektiv Ihre Kochkünste. Werden Sie oft für Ihre Kreationen gelobt? Gelingt Ihnen das Essen immer? Haben Sie schon öfter für große Menschenmengen gekocht? Sind Sie in der Lage, die Arbeitsschritte beim Zubereiten von Speisen schnell und effizient auszuführen? Laden Sie doch demnächst ein paar Freunde ein und proben Sie den Ernstfall. Sie können mit kalten Platten beginnen, warme Mahlzeiten bereitstellen oder sich sogar an eine Kombination von warmer und kalter Küche wagen. Stellen Sie sich vor, es sei ein Auftrag und versetzen Sie sich in diese doch eher etwas angespannte Situation. Nach dem – hoffentlich gelungenen – Event sollten Sie Ihre vorab über den Zweck dieses Testessens informierten Freunde und Bekannte befragen. Die Befragten sollen Ihnen ganz objektiv wie zahlende Gäste ungeschönte Rückmeldungen über die Qualität Ihre Leistung geben. Wie hat das Essen geschmeckt? Wie gut sah es aus? Wurden Fehler bemerkt oder gab es etwas zu beanstanden? War der Service ausreichend? Was würden sich die Testesser wünschen, um den Genuss des Essens noch zu steigern?

Nach dieser Feuerprobe sind Sie sich hoffentlich schon darüber im Klaren, ob Sie sich prinzipiell vorstellen könnten, so einen Catering-Service zu betreiben oder ob es Ihnen jetzt schon zu anstrengend ist. Wenn Sie sich für ersteres entschieden haben, stehen als Nächstes die organisatorischen Dinge an: Finanzierung sichern, geeignete Räumlichkeiten für die Zubereitung der Speisen finden und Gewerbe anmelden.

Die Finanzierung eines Catering-Services ist überschaubar, denn wenn Sie den Betrieb erst mal alleine starten, besteht der größte Posten aus den Mietkosten für die Küche, in der Sie das Essen zubereiten – Ihre Privatküche dürfen Sie dazu leider nicht benutzen. Eine gute Möglichkeit, die Kosten für die Mietküche zu senken, ist die Nutzung einer zeitweise angemietete Küche – dies reduziert die Kosten enorm. Eine große Vorratshaltung müssen Sie auch nicht betreiben, also müssen Sie für die Nahrungsmittel nicht allzulang in Vorkasse gehen. Mit einem gut ausgearbeiteten Businessplan können Sie sich dann auf die Suche nach geeigneten Investoren machen.

Denken Sie auch an einen fahrbaren Untersatz, um die von Ihnen gezauberten Köstlichkeiten an ihren Bestimmungsort bringen zu können. Am Anfang ist das sicher noch mit einem PKW zu bewerkstelligen.

Besonders wichtig ist die Teilnahme an einer Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz, dies gilt auch für jeden weiteren Mitarbeiter. Ebenso vorgeschrieben ist die Schulung mindestens eines Mitarbeiters nach der Lebensmittelhygieneverordnung (LMHV), dieser weist die anderen dann ein. Es gibt auch andere Dinge zu beachten: wenn Sie zum Beispiel selbst Brot oder Kuchen herstellen wollen, müssen Sie gelernter Bäcker- oder Konditormeister sein oder zumindest einen solchen in leitender Position beschäftigen.

Ansonsten versuchen Sie doch einfach mal, ob Ihnen diese Tätigkeit Spaß macht und Ihnen auch den entsprechenden Gewinn einbringt.